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Wir hatten einen Traum, ein Team und eine Rolle Klopapier!

Herzkönigin: „ Woher kommst du und wohin willst du?“ „Alle Wege hier sind meine“

Alice im Wunderland.

Die meisten von uns kennen nur die verklärte Disney Interpretation oder die Verfilmung von Tim Burton, doch nur die Wenigsten das 152 Jahre alte Originalbuch von Lewis Caroll.
Die traditionelle Geschichte stammt aus England und beschäftigte sich den Traditionen seiner Zeit.
Wir sind aber aus aller Welt.
Wie finden wir uns wieder in einem Zeugnis viktorianischer Erziehungsmethoden?

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Warum also diese schon hunderte Male wieder verwendete, abgenutzte, kitschige Kindergeschichte?
Auch wenn Alice schon durch Zahlreiche Filme, Geschichten und Theaterstücke gegeistert ist, ist der Zauber der Absurdität ihr nicht verloren gegangen.20245344_1780783208616829_728723626053385847_n
Doch wo fängt man an, wenn man Irrsinn begreifen will?
Wie verstehen wir Alice?

Wie sie, begeben wir uns also in den Kaninchenbau, in grüne Gefilde, auf Neuland, ins Unbekannte… nach Hessen.
Mit Sack und Pack fuhren wir los.
Um sich langsam der Geschichte, Interpretationen und verschiedenen Blickwinkeln zu nähern.
Wo sollte das besser gehen als am Ende der Welt in einem deutschen Naherholungsgebiet?

Das grüne Nichts entpuppte sich als wunderbare
Landschaft, 10 Minuten vom Edersee.
Mit Ausblick auf die Berge begann unser Brainstorming in produktiver Gruppenarbeit.
Zusammenfassung der Geschichte, Dramaturgie und Analyse der Figuren.
Herzen wurden ausgeschüttet und Diskussionen entbrannten.
Mühsam versuchten wir die Flut der Ideen festzuhalten und zusammenzutragen.
Nicht selten eckten unsere Interpretationen an, wodurch wir merkten wie Komplex und vielfältig Alice und das Wunderland betrachtet werden konnte.

So stellten sich Fragen wie:
„Befindet sich Alice überhaupt im Wunderland oder träumt sie nur?“20228365_1780787165283100_3050647336463393043_n
„Verbildlicht diese einen Alptraum, die Realität – oder ist es eine Utopie?“

Die Art und Weise mit der Alice den Wesen des Wunderlandes entgegen tritt, stellte sich als unsere Utopie von respektvollen Begegnungen heraus.
Da waren wir uns einig.
Sie schien auf der Suche nach ihrem eigenen Weg zu sein und legt uns damit den tiefgreifenden Verlauf einer Entwicklung offen.
Mit wachsender Neugierde versuchten wir uns jede Frage zu beantworten.
Das gelang uns nicht immer.

 

So verstrichen die sonnigen Tage unserer Teamfahrt.
Und trotzdem schafften wir es etwas Eigenes daraus zu basteln.
Alice in unseren Köpfen zu neuem Leben erwachen zu lassen.
Unsere Ziele dabei waren nicht bescheiden: Wir wollten etwas von der künstlerischen Tragweite schaffen, das der Originalvorlage in nichts nachsteht.

Der Grundstein ist gelegt.
Nur eine Frage bleibt offen: Wieviel Alice steckt in dir?

 

 

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