IKJA e. V. Internationaler Kultureller Jugend Austausch e. V.

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Wonderland in Heideruh

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Bericht über die Gruppenfahrt der Theatertruppe „Back to Wonderland“

 

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„Wir alle essen, wir alle trinken, wir alle lieben, wir alle sind Menschen“

Manchmal erlebt man einfach die schönsten Dinge, wenn mal nicht alles nach Plan läuft. Da am zweiten Tag unserer Gruppenfahrt alle Züge ausfielen, saßen wir mitten im Wald fest, unser Wonderland: Zahlreiche umgeknickte Bäume lagen wild umher, wir – mitten im Nichts –  ohne einen Dönerladen, denen sich viele herbeiwünschten – eine echte Herausforderung. Der Ausflug in die Großstadt, nach Hamburg, fiel also flach. Die vielen Dinge mit denen wir uns bespaßen wollten, waren vom Sturm regelrecht weggepustet worden.  Nun waren wir, eine Theatergruppe großstadtverwöhnter Leute, auf uns gestellt. In Hamburg waren wir schon am Tag davor gewesen, um uns ein Theaterstück anzuschauen. Nun waren wir gezwungen, uns etwas anderes einfallen zu lassen….

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Bevor wir jedoch mit dem Schminken für die Schwarzlicht-Party begannen, die am Abend stattfinden sollte, nahmen wir alle unsere Masken ab, die wir im Alltag tragen, und lernten uns so richtig kennen. Inmitten von Uhren, Schraubenziehern und Traumfängern ging es um das Thema Liebe. Jeder hatte dazu etwas zu erzählen. Nicht nur Romantisches bekamen wir zu hören, sondern auch sehr persönliche Geschichten, welche, die zu Tränen rührten. Suizid, Familie, Unfälle, Rassismus.

Verlernt das nicht. –  Zu lieben.“

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… wir lernten eine ganz neue Seite der Wunderland-Bewohner kennen. Während wir bisher nur all ihre Stärken und Talente kennengelernt hatten, erfuhren wir nun auch etwas über die Tiefen, die jeder Mensch in sich trägt. Wir bekamen einen Einblick in das, was andere berührt. Dies fügte ein kleines Puzzleteil zu den Charakterbildern unserer Wunderländler.

Wir waren auf die Gruppenfahrt gefahren, ohne uns wirklich zu kennen, doch als wir zurückkehrten, waren da nicht mehr nur lauter Gesichter und Namen, sondern individuelle Persönlichkeiten und Geschichten. Als wir dann schließlich im Zug saßen, auf dem Rückweg nach Hannover, und zudem endlich erfahren hatten, wer unsere secret friends gewesen waren, von denen wir die ganze Zeit über immer wieder Briefchen und andere Nettigkeiten erhalten hatten, da tanzten wir zwischen den Sitzen, während jemand von uns Gitarre spielte.

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Marie Angham Steckelberg

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