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Eye Of The Tiger

„Boxen ist nicht nur stumpfes Draufhauen, es gehört viel mehr dazu“

„Achja und was?“

Das wollten am 05.11.2017 40 Jugendliche aus Hannover herausfinden und sind gemeinsam ins Jugendsportzentrum Buchholz gefahren.

„Man, der nimmt uns aber ganz schön hart dran“ wurde am Anfang noch gestöhnt und brav die Runden um den Boxring gelaufen, wer Faxen macht muss runter in die Liegestützte. „Ist der autoritär, nee das ist nix für mich!“

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„Auf die Technik und den Respekt vor dem Gegenüber kommt es an“ erklärte uns der Trainer, „nicht darauf wie fest man zuschlägt, Deckung ist wichtig, aber auch nach vorne gehen, angreifen!“

Hm, ob das so alles Sinn macht? Besonders für Mädchen steckt ja oft noch das Bild in den Köpfen: Frauen schlagen sich nicht!

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Zögernd wurden sich die Boxhandschuhe angezogen und es ging an die Boxsäcke. Nach und nach löste sich die Anspannung und es wurde mit voller Power drauflos geschlagen, mit Technik versteht sich! Für Fragen und auch Hilfestellungen standen uns beide Trainer sowie 3 junge Männer zur Seite die uns hier und da Tipps gaben.

„Wow! Endlich kann ich mal so richtig meine angestaunte Energie loswerden!“ ging nun durch den Raum. Mit der Zeit wurden die Jugendlichen mutiger und einige begannen den Trainer zu drängen mit ihnen in den Ring zu steigen.

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„Gut ihr bekommt die Chance, aber zieht euch besser den Gesichtsschutz an“ war der Deal. Übermut kommt bekanntlich vor dem Fall, was die Jungs direkt zu spüren bekamen. Schnell wurde klar, um auf das Level des Trainers zu kommen braucht es noch einige Trainingseinheiten. So kam es dazu, dass im Ring nicht nur geboxt, sondern als Ablenkungsmanöver auch kurdische Tanzeinheiten eingebaut wurden.

„Manche Schläge taten ganz schön weh“ wurde festgestellt und darüber nachgedacht, wie es sich wohl so anfühlt wenn man außerhalb dieses geschützten Raumes einen Schlag abbekommt.

„Ich komme auf jeden Fall zum nächsten Training!“ hieß es von Einigen zum Schluss.

Zuletzt wurde uns noch mit auf den Weg gegeben:

„Boxen ist wie Schach, du musst die ganze Zeit nachdenken, überlegen welchen Zug du als nächstes machst und gleichzeitig deinen Körper dazu bewegen. Das ist nicht so einfach wie es aussieht.“

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